Fünf Lebermittel. Charette.

Die wichtigsten Lebermittel: Podophyllum, Nux vomica, Mercurius solubilis, Hydrastis, Lycopodium, Lachesis, Natrium muriaticum, Phosphor, Cinchona, Sepia, Hepar Sulphur, Chelidonium sind in diesem Buch enthalten. Aber das ist noch nicht alles, und unter anderem muss auch darauf hingewiesen werden:

Carduus marianus. Ein wichtiges Mittel, wenn die Lebererkrankung sekundär zu einer Herzerkrankung ist. Zugewiesen zu 5 Tropfen Tinktur oder 1 Verdünnung.

Myrika cerif. Neben den rein hepatischen Schmerzen und Völlegefühlen in der Lebergegend bierfarbener Urin mit gelbem Schaum und rotbraunem Bodensatz; Kopfschmerzen mit Schwere- und Völlegefühl am Morgen. Bei chronischem Nasen- und Rachenkatarrh mit zähflüssigem und klebrigem Ausfluss ist Myrika das indizierteste aller Mittel. Sie hat mehr Schmerzen und Muskelkater. Dosen: fünf Tropfen von der Tinktur bis zur 6. Verdünnung.

Himanthus virg. Dieses Mittel scheint am besten bei katarrhalischer Cholezystitis, bei Hypertrophie der Leber und bei Gelbsucht bei Kindern zu wirken. Es werden Tinktur und geringe Verdünnungen verwendet.

Leptandra. Schmerzen in der Leber, hauptsächlich in der Gallenblase, die in die Wirbelsäule ausstrahlen; Zunge stark belegt, mit dunklen Streifen, Stühle dunkel, teerfarben, mit Galle und unverdauten Speisen vermischt. Urin ist dunkel. Übelkeit und Erbrechen. Verwendet von Tinktur bis 3 Verdünnungen.

Ricinus. J. Gallawarden verwendete dieses Mittel häufig bei folgenden Indikationen: Gelbsucht nach Leberkoliken und Verdauungsstörungen aufgrund von Cholelithiasis, die einige Stunden nach dem Essen durch Schweregefühl, Blähungen und Aufstoßen gekennzeichnet sind, insbesondere nach fetthaltiger, stärkehaltiger Nahrung; Leberkoliken, insbesondere bei starker Übelkeit, grünlich weichen Stühlen, Schwindel, Mattigkeit und Druckgefühl im Magen.